Coffee to go oder das Ende der Leipziger Kaffeehauskultur?

“Coffee, Coffee muß ich haben, und wenn jemand mich will laben, ach, so schenkt mir Coffee ein!”
Dieser Text gehört zur berühmten Kaffeekantate von Johann Sebastian Bach mit dem Text von Picander, 1732.

Seit 1720 wird in einem der ältesten Kaffeetempel Europas, “Zum Arabischen Coffe Baum” in Leipzig, Kaffee ausgeschenkt. Doch muss ich mir als Leipziger und bekennender Kaffeegenießer immer häufiger die Frage stellen: Findet die Leipziger Kaffeehauskultur ein traumatisches Fast-Food-Ende und gibt es der Sachsen liebstes Getränk bald nur noch “to go”? Wenigstens noch nicht im besagten Coffe Baum aber leider beinahe sonst überall – sehr traurig.



Kommentare

Also ich sag mal, ich bin auch ein Genussmensch – gerade und vor allem beim Kaffee. Aber ich stelle immer mehr fest, dass ich den auch unterwegs genießen kann. Bei mir ist es dann meist ein “Coffee to drive”. Will sagen: Soooo sehr schlecht find ich das nicht, dass man Kaffee auch mitnehmen kann.

Ja, aber wie Du schon schreibst – “mitnehmen” – es gibt also tatsächlich ein deutsches Wort dafür!!! Darum geht es. Ich kaufe mir auch öfter einen Kaffee im Pappbecher, wenn es mal schnell gehen soll, aber dann “nehme” ich ihn ganz deutsch “mit” und “goe” ihn nicht englisch “to”!

Achso, Dir gings konkret nur um die Sprache. Hatte das so verstanden, dass Dich aufregt, dass man heutzutage alles mitnimmt und nur noch nebenbei macht.

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